Studium · Entwurf
Afghanisches Kulturhaus, Kabul
Museum, Ausstellung und Säle am Fuß des Asmai-Bergs – der Bogen von Bost als Motiv für Stütze und Träger

Der Entwurf setzt einen Kulturbau an die Dehmazang-Kreuzung in Kabul, zwischen Asmai-Berg und Kabul-Fluss – in Nachbarschaft zu Kabul-Zoo, Universität und Darulaman-Straße. Eine städtebauliche Analyse in sechs Schritten mit Schwarzplan, Verkehr, Nutzung, Baualter und Vorstellungsbild begründet den Standort.
Leitmotiv ist der Bogen von Bost, ein rund 25 Meter hoher Spitzbogen aus dem 11. Jahrhundert in der Provinz Helmand und eines der Wahrzeichen Afghanistans. Seine Form wird zum Bauelement: Bögen und Gewölbe übernehmen die Rolle von Stütze und Träger und überspannen Säle und Ausstellungsräume.
Eckwerte
2
Säle mit Bühne in zwei versetzten Flügeln
2
Geschosse unter weit gespannten Gewölben
+16,71 m
höchster Punkt des Gewölbes
Entwurfsinhalte
Städtebau
- Analyse von Verkehr, Nutzung und Baualter
- Standort an der Dehmazang-Kreuzung
Baukörper
- zwei sechseckige, diagonal versetzte Flügel
- zentrales Foyer verbindet beide Säle
Programm
- EG: Läden, Café, Unterricht, Verwaltung
- OG: Museum und Ausstellung, Bibliothek, Galerien
Tragwerk und Form
- Bogen von Bost als Motiv für Stütze und Träger
- Spitzbogen- und Tonnengewölbe über den Sälen
Idee
Das Projekt verbindet einen zeitgemäßen Kulturbau mit der Baukultur Afghanistans. Statt historische Formen als Dekor zu zitieren, wird ein Wahrzeichen des Landes zum konstruktiven Prinzip: Der Bogen trägt, überspannt und bildet den Raum.


Bildnachweis Rendering und Zeichnung: Ahmad Milad Toryalai.
Quellen Entwurfstafeln „Afghanisches Kulturhaus“ (2014) · Wikipedia, „Fort of Bost“, en.wikipedia.org/wiki/Fort_of_Bost (abgerufen 19.10.2026)