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Forschung · Begleitprojekt

DIZ Greifswald

Digitales Innovationszentrum im Technologiezentrum Vorpommern: Bestandsanalyse, Energie und Lebenszykluskosten als Grundlage für einen studentischen Ideenwettbewerb

DIZ Greifswald
Visualisierung: K. Behroozian, MA-Thesis SoSe 2026 (1. Preis Master). Rechte: Hochschule Wismar und WITENO GmbH
OrtTechnologiezentrum Vorpommern (TZV), Greifswald
AuftraggeberWITENO GmbH
Zeitraum2025 – 2026, Wettbewerb SoSe 2026
RahmenForschungs-GmbH Wismar und Hochschule Wismar, Projektleitung Prof. Dipl.-Ing. Martin Wollensak
RolleBestandsanalyse, Energie und Lebenszykluskosten, Lehre, Jury

Das Technologiezentrum Vorpommern in Greifswald umfasst sechs Gebäude aus fünf Jahrzehnten – vom Plattenbau der 1970er-Jahre bis zur 2023 errichteten Multifunktionshalle. Im ehemaligen Konferenzzentrum soll das Digitale Innovationszentrum entstehen; Studierende der Hochschule Wismar entwickelten dafür Konzepte für den gesamten Campus.

Damit die Entwürfe auf belastbaren Daten aufbauen, wurde der Bestand vorab systematisch erfasst und bewertet: Räume und Flächen, Schichtaufbauten der Gebäudehülle, Verbräuche von rund 30 Zählern, Benchmarks nach BNB und die Lebenszykluskosten aller Gebäude.

Eckwerte

29

studentische Arbeiten im Wettbewerb

6

Gebäude, Haus A bis F

45,52 €

Nutzungskosten je m² BGF und Jahr (DIN 18960)

297,5 t

CO₂ pro Jahr aus dem Gebäudebetrieb

Beitrag von Ahmad Milad Toryalai

Bestandserfassung

  • einheitliches Benennungssystem für alle sechs Gebäude
  • raumweise Erfassung und Raumprogramm je Gebäude
  • Rekonstruktion der Schichtaufbauten der DDR-Typenbauweise

Energie und Kosten

  • Verbräuche, Zählerstände und Lastgänge ausgewertet
  • Benchmark nach BNB und CO₂-Bilanz des Betriebs
  • Lebenszykluskosten nach DIN 18960, Maßnahmen je Gebäude

Lehre

  • Erfassungsmappe, Energiedatenblatt und Checkliste für die Studierenden
  • Betreuung im Interdisciplinary Project (Laborgebäude, Haus F)

Jury

  • stimmberechtigtes Jurymitglied für die Hochschule Wismar, 18.09.2026

Erkenntnis

„Erst messen, dann Technik, dann Hülle“: Die Gebäudehülle ist weitgehend tragfähig, der Handlungsbedarf liegt in Anlagentechnik, Betriebsführung und Erschließung. Das Quartier hat vor allem ein Stromproblem – das künftige Innovationszentrum (Haus E) braucht 125,6 kWh Strom je m² und Jahr und ist mit 85,19 €/m² BGF das teuerste Gebäude im Betrieb.

Ansatz

Jeder Wert ist einer Quelle zugeordnet, Lücken werden offen benannt statt geglättet. So entsteht eine ehrliche Datengrundlage für Bauen im Bestand, energetische Sanierung und neue Nutzungen.

Grafik: Wärme- und Stromkennwerte 2025 je Gebäude im Vergleich zu BNB-Referenz- und Grenzwerten. A. M. Toryalai, Hochsch
Grafik: Wärme- und Stromkennwerte 2025 je Gebäude im Vergleich zu BNB-Referenz- und Grenzwerten. A. M. Toryalai, Hochschule Wismar 2026
Laborgebäude (Haus F) mit vorgefertigter Holz-Zweitfassade. Visualisierung: T. Hajikhodadad, S. Ghasemi, Interdisciplina
Laborgebäude (Haus F) mit vorgefertigter Holz-Zweitfassade. Visualisierung: T. Hajikhodadad, S. Ghasemi, Interdisciplinary Project SoSe 2026, Hochschule Wismar / WITENO GmbH

Bildnachweis S. 1: K. Behroozian, Hochschule Wismar; Rechte bei Hochschule Wismar und WITENO GmbH, nicht bei forschitekt · S. 2: A. M. Toryalai (2026).

Quellen Hochschule Wismar / WITENO GmbH: DITZ Greifswald, Dokumentation (Entwurf 09/2026) · Protokoll der Jurysitzung vom 18.09.2026