Studium · Entwurf
Wohnen über Generationen, Kabul
Eine neue Interpretation des gemeinsamen Lebens – mit Bewahrung afghanischer Werte

Das Projekt sucht eine neue Interpretation des gemeinsamen Lebens über Generationen in Kabul. Es fragt, wie Familien in einer schnell wachsenden Stadt zusammen wohnen können, ohne die Werte aufzugeben, die dieses Zusammenleben tragen.
Die Architektursprache knüpft an die afghanische Bautradition an: weiß verputzte, kubische Baukörper, eine Arkade mit Spitzbögen im Erdgeschoss, darüber eine durchlaufende Terrasse und Rundbogenfenster in unterschiedlichen Größen. Die Arkade vermittelt zwischen dem gemeinsamen Außenraum und dem Inneren des Hauses.
Gestaltungsprinzipien
Gemeinschaft
- Wohnen mehrerer Generationen unter einem Dach
- gemeinsamer Außenraum vor dem Haus
Übergänge
- Arkade als geschützter Übergang zwischen außen und innen
- Terrasse über der Arkade als zweite Außenebene
Baukultur
- Spitzbögen und Rundbogenfenster aus der afghanischen Tradition
- kubische, weiß verputzte Baukörper mit Flachdach
Wohnen in Kabul ist ein Thema, das über das Studium hinausreicht: In seiner Promotion an der Universität Rostock untersucht Ahmad Milad Toryalai informelle Siedlungen in Kabul.
Tradition wird hier nicht kopiert, sondern weitergedacht: Bogen, Arkade und Terrasse bekommen eine neue Rolle im Alltag einer Familie, in der Jung und Alt Raum für Gemeinschaft und für Rückzug brauchen.
Bildnachweis Perspektive: Ahmad Milad Toryalai.
Quellen Entwurfsunterlagen, Hochschule Wismar, WS 2014/15